Mehr Sicherheit im Pflegealltag – wie kann ich Fehler besser im Team auffangen?
Zitat von Charly am 26. März 2026, 09:49 UhrIch arbeite in der Pflege und merke immer wieder, wie schnell im stressigen Alltag kritische Situationen entstehen können. Meistens geht zwar alles noch einmal gut, aber genau diese Momente bleiben mir danach oft im Kopf. Gerade bei Zeitdruck, Personalmangel und vielen parallelen Aufgaben habe ich manchmal das Gefühl, dass kleine Risiken leicht übersehen werden. Mir ist wichtig, dass wir im Team offener mit solchen Beinahe-Fehlern umgehen, ohne dass sofort jemand Angst vor Schuldzuweisungen haben muss. Gleichzeitig frage ich mich, wie man so etwas sinnvoll dokumentieren kann, damit am Ende wirklich Verbesserungen daraus entstehen.
Wie schafft ihr es in eurer Einrichtung, kritische Vorfälle oder Beinahe-Fehler so zu erfassen, dass daraus tatsächlich mehr Sicherheit im Pflegealltag entsteht?
Ich arbeite in der Pflege und merke immer wieder, wie schnell im stressigen Alltag kritische Situationen entstehen können. Meistens geht zwar alles noch einmal gut, aber genau diese Momente bleiben mir danach oft im Kopf. Gerade bei Zeitdruck, Personalmangel und vielen parallelen Aufgaben habe ich manchmal das Gefühl, dass kleine Risiken leicht übersehen werden. Mir ist wichtig, dass wir im Team offener mit solchen Beinahe-Fehlern umgehen, ohne dass sofort jemand Angst vor Schuldzuweisungen haben muss. Gleichzeitig frage ich mich, wie man so etwas sinnvoll dokumentieren kann, damit am Ende wirklich Verbesserungen daraus entstehen.
Wie schafft ihr es in eurer Einrichtung, kritische Vorfälle oder Beinahe-Fehler so zu erfassen, dass daraus tatsächlich mehr Sicherheit im Pflegealltag entsteht?
Zitat von Mogily am 26. März 2026, 11:50 UhrIch habe mich mit genau dieser Frage beschäftigt und bin dabei auf den Praxis-Guide CIRS Pflege von vismed gestoßen: https://vismed.de/cirs-pflege/. Dort wird sehr verständlich erklärt, dass ein CIRS eben kein Pranger ist, sondern ein System, mit dem Beinahe-Fehler anonym gemeldet und strukturell ausgewertet werden können.
Was mir daran besonders gefallen hat, war der Gedanke, dass nicht die einzelne Person im Mittelpunkt steht, sondern die Frage, warum ein Fehler überhaupt fast passieren konnte. Gerade Beispiele wie ähnliche Medikamentenpackungen, fehlende Infos nach einer Krankenhausentlassung oder rutschige Böden zeigen, wie oft das eigentliche Problem im Ablauf liegt.
Hilfreich fand ich auch, dass dort beschrieben wird, wie wichtig Feedback an das Team ist, damit Meldungen nicht einfach in einer Schublade verschwinden. Wenn Mitarbeitende sehen, dass aus einer Meldung wirklich eine Veränderung entsteht, wächst aus meiner Sicht auch die Bereitschaft, offen mit solchen Situationen umzugehen.
Für mich klingt das deutlich sinnvoller als Papierlisten oder Excel-Dateien, weil digitale Prozesse schneller, anonymer und nachvollziehbarer sind. Genau so ein Ansatz würde mir im Pflegealltag mehr Sicherheit geben, weil man aus kritischen Momenten nicht nur lernt, sondern auch konkret etwas verbessert.
Ich habe mich mit genau dieser Frage beschäftigt und bin dabei auf den Praxis-Guide CIRS Pflege von vismed gestoßen: https://vismed.de/cirs-pflege/. Dort wird sehr verständlich erklärt, dass ein CIRS eben kein Pranger ist, sondern ein System, mit dem Beinahe-Fehler anonym gemeldet und strukturell ausgewertet werden können.
Was mir daran besonders gefallen hat, war der Gedanke, dass nicht die einzelne Person im Mittelpunkt steht, sondern die Frage, warum ein Fehler überhaupt fast passieren konnte. Gerade Beispiele wie ähnliche Medikamentenpackungen, fehlende Infos nach einer Krankenhausentlassung oder rutschige Böden zeigen, wie oft das eigentliche Problem im Ablauf liegt.
Hilfreich fand ich auch, dass dort beschrieben wird, wie wichtig Feedback an das Team ist, damit Meldungen nicht einfach in einer Schublade verschwinden. Wenn Mitarbeitende sehen, dass aus einer Meldung wirklich eine Veränderung entsteht, wächst aus meiner Sicht auch die Bereitschaft, offen mit solchen Situationen umzugehen.
Für mich klingt das deutlich sinnvoller als Papierlisten oder Excel-Dateien, weil digitale Prozesse schneller, anonymer und nachvollziehbarer sind. Genau so ein Ansatz würde mir im Pflegealltag mehr Sicherheit geben, weil man aus kritischen Momenten nicht nur lernt, sondern auch konkret etwas verbessert.
